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Archiv für Februar, 2006

iMon VFD-Display

23. Februar 2006

Dieses kleine Projekt (VfD) ist ein PlugIng für iMon SilverStone Displays, wie sie zum Beispiel im LC16M verbaut werden. Zum Betrieb wird ein .Net Framework 2.0 (http://msdn.microsoft.com/netframework/) benötigt.

Silverstone LC16M

Silverstone LC16M

Silverstone LC16M
Dieses Projekt hat als Hauptziel die CPU-Temperatur (wird von SpeedFan geliefert) auf dem dem Display zu zeigen und dient für mich als außerdem als Motivation, mich mit C#-Programmierung zu beschäftigen. Zweites Hauptziel soll die Anzeige der WLAN-Verbindungsqualität sein (die momentan mangels Anzapfbarkeit der Datenquelle) nur indirekt als Ping-Latenz angezeigt wird.
Wenn sich die Sache gut entwickelt, zapfe ich noch das Log-File des Fli4l-Routers (der die WLAN-Karte beinhaltet) an (iwconfig-Ausgabe) und mache das VFD-Projekt konfigurier- und erweiterbar, sodass ich auch innerhalb meines Plugins Winamp- oder Ferbedienungsbefehle anzeigen kann (was momentan das VFD-Masterprogramm übernimmt).

TODOs

  • Tray Icon
  • Oberfläche für Form1 (bug im Editor)
  • richtiges Init von VfdRunner
  • MehrModule- Fernbedienungsbefehle
  • DVB-S EPG
  • Bytes/s übers Netz

Changes

Version 0.7 22.02.2006

  • Winamp-Modul
  • zeigt den Titel des aktuellen Liedes an
  • ermittelt diesen per FindWindow und GetWindowText aus der user32.dll
  • Text scrollt, wenn er länger ist, als das Display

Version 0.6 18.02.2006

  • Module konfigurierbar gemacht
  • (per ConfigurationSettings – ist aber bestimmt noch nicht der Weisheit letzter Schluss)
  • ModuleRegistry erfunden
  • Aktualisierungsalgorithmus umgestellt (stellt sicher, dass alle Module die Zeit, die sie konfiguriert bekommen haben, sichtbar sind)

Version 0.5 14.02.2006

  • Bugfixes (fängt Exceptions der Module ab, die z.B. beim Eintreten in den Ruhezustand wegen mangelnden Netzes auftreten)
  • Background-Threads werden beim Beenden angehalten – Beenden geht 10 Sekunden schneller :)

Version 0.4 11.02.2006

  • IWConfig-Modul, zeigt WLAN-Statistiken an
  • Zeigt SNR (SignalRauschAbstand) und Netzgeschwindigkeit (1, 2, 5, 11 MBit/s) an.
  • Der Router legt die Werte per sed aus der iwconfig-Ausgabe extrahiert in seinem htdocs-Verzeichnis ab
  • Das Module holt die Werte http vom Router
  • Zwei Ping-Module, die sich abwechseln
  • ping zum AP (AccessPoint)
  • ping zum glesir

Version 0.3 04.02.2006

  • PingModul überarbeitet (Handle-Zahl wächst nicht mehr, Speicher hoffentlich auch nicht)
  • Module umgeschrieben (Mehr Interfaces)
  • neues TimeModule (zeigt alle n Sekunden die Uhrzeit an)

Version 0.2 03.02.2006

  • Neues .Net-Projekt (Vfd)
  • keine Konsolen-App mehr
  • TemperaturModule überarbeitet
  • Split stat IndexOf
  • Seek statt readline
  • Header kommen auch aus logfile
  • zeigt HD-Temperatur mit an
  • Dispose Text
  • Icon

Version 0.1 19.01.2006

  • Initiales Release
  • consolen-app von daniel (HiThommy)
  • erste impl für CPU-Temp und glesir-ping

Bastelprojekte

Athlon XP underclocking

22. Februar 2006

Vorgeschichte

Neulich bin ich auf einen Artikel gestoßen, der erklärte, wie ein “normaler” Athlon XP zu einem Athlon MP oder Mobile Athlon umgebastelt werden kann.

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Silberleitlack

Der Vorteil der Mobilvariante liegt auf der Hand – steht der Rechner im Wohnzimmer ist jedes db Lüftergeräusch zu viel. Ein mobiler Athlon kann im Gegensatz zu seinem stationären Bruder im Betrieb sowohl die Geschwindigkeit (FSB-Multiplikator) als auch die Kernspannung absenken und somit nicht nur Strom sparen, sondern auch entsprechen weniger Abwärme produzieren.

Da sich die Temperatur meiner CPU (Athlon XP 3000+ mit Barton-Kern) bei ca 72°C einpegelt und somit nicht nur das Gehäuse vollheizt, sondern auch den ansonsten leisen Arctiv Cooling Copper Silent 2L Lüfter zu Drehzahlen über 2000 rmp ansporrnt ist der PC nicht so leise, wie er sein könnte beziehungsweise sollte.

An die Tat
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Abgedeckte Brücke mit Lack

Also habe ich mich eingehend mit dem Vorgang des “unlockings” beschäftigt (shiehe links weit unten) und siehe da – mit einer leichten Modifikation an der CPU (lediglich das Verbinden einer offenen Brücke) lässt sich mein Athlon tatsächlich mobilisieren.

Der erste Versuch, die Brücke mit Bleistift zu schließen brachte nix. Die Strukturen sind sehr niedlich - man bekommt beinahe Angst mit so etwas wuchtigem, wie einer gespitzten Bleistiftmiene auf der CPU rumzuopern. Die zu überbrückende Strecke sind vielleicht 2 mm - für den Bleistiftstrich wohl zu viel.

Also fix zu Conrad gefahren und für gute 5 EUR Silberleitlack gekauft. Als guter Hinweis diente, die Bereiche, die nicht beschädigt werden sollen mit Klebeband abzukleben und die entstandene offene Flähe um die beiden Pins mit Leitlack einzupinseln. Leider kommt auf den Fotos der CPUs nicht rüber wie klein diese ganze Geschichte ist – dementsprechend ging mein erster Versuch in die Hose – die offene Fläche war ein wenig zu groß und der Lack bedeckte noch die beiden Nachbarpins.

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Die fertige Brücke

Glücklicherweise ist der Lack mit Verdünnung wieder entfernbar. Der Zweite Versuch – mit der 2 Dioptrin-Makrolinse meiner Kamera vor den Augen ließ es sich schon wesentlich genauer arbeiten. Die Nachbarpins wurden also erneut abgeklebt – die beiden entsprechenden einlackiert, ein paar Minuten gewartet und dann wieder rein in den Rechner mit der CPU …. ein bisschen mulmig war mir ja schon….

Erste Eindrücke

Erstmal tat sich nichts… . Also es war nicht so, dass sich gar nichts tat – aber es tat sich nichts besonderes. Es war so bißchen wie am Geburtstag, wenn man gefragt wird “und – fühlst du dich jetzt anders?”. Man lauscht so in sich rein und stellt fest – naja – eigentlich ist alles, wie immer. Genauso gings wohl meinem kleinen Athleten.

Nach einem Neustart (der Rechner war vorher sinnvollerweise nur im Ruhezustand) reporteten die Tools (CrystalCPUID und cbid) plötzlich “AMD Mobile Athlon XP-M” – mit PowerNow! und Cool’n'Quiet. Wow!!!

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Nach der Tat lässt sich der Multiplikator zwischen 5 und 10.5 wechseln.

CrystalCPUID bietet ein cooles Feates, welches die verschiedenen Multiplier Settings als Icon auf dem Desktop ablegt. So kann man schnell zwischen einem 1GHz (x5x) und dem 2.1 GHz (x10.5) Athlon wechseln.

Was zum Schluss zählt, ist die Temperatur und die Stabilität des Ganzen. Während der Unterschied beim ersten erfreulicherweise gewaltig ist, bleibt bei der Letzte zum Glück auch alles beim alten. Während ich das hier schreibe läuft Winamp im Hintergrund (sowie weitere Tools wie Speedfan, Virenscanner, Netlimiter etc.) War die CPU sonst bei 70°C im Idle-Modus hat sie sich jetzt bei knapp 60°C (58°C) eingepegelt – bei <2% Last…

Dafür läuft der Lüfter (mit SpeedFan gesteuert) aber auch nur noch mit 53% (knapp 1400 RPM) und ist damit neben den Gehäuselüftern, Netzteillüfter, HDD- und Grafikkartenlüfter nicht mehr hörbar :)

Der Zweite Eindruck

Nachdem die unten aufgeführten Tools genauer untersucht worden sind, bin ich bei CrystalCPUID auf einen Modus gestoßen, der den Multiplier dynamisch je nach Last anpasst. Es werden Min/Mittel/Max Werte (x5/x8/x10.5) angegeben und Schwellwerte definiert, bei welcher CPU-Last in einen niedrigeren bzw. höheren Modus geschaltet werden soll. Das Ergebniss – beim Surfen und Musikhören bleiber die CPU in der Min Einstellung nur beim Start von Programmen wird kurz nach Mittel bzw. Max geschalten. Das Ergebniss ist eine CPU, die sich bei Last genau wie vorher verhällt, aber bei Langeweile “langsamer wartet”. Die Durchschnittstemperatur im Warten ist bei mir dadurch von 70°C/72°C  auf 62°C gefallen allerdings dreht der Lüfter nun nur noch mit runt 1000 RMP. Leise im IDLE und Laut bei Last – das ist in Ordnung.

Langzeiterfahrung

Der Rechner läuft jetzt seit 3 Wochen stabil durch – sehr erfreulich. Ein Messung der Leistungsaufnahme des Rechners zeigt, dass der Stromverbrauch im Idle-Zustand um 20 Watt sinkt (bei Wechsel von x10.5 auf x5). Das sind 20 Watt weniger Hitze, die das Gehäuse verlassen müssen.

Was nicht geht

Wird der Multiplier unter 5 gesetzt (auf einem Asus A7V 600 mit via KT 600 Chipsatz) bleibt der Rechner, wie prophezeit, einfach stehen.
Auch ist die Einstellung der Kernspannung (noch) nicht möglich. CrystalCPUID erlaubt zwar eine Änderung der Werte, jedoch ohne Auswirkung. CBid beschwert sich bei versuchter Spannungsänderung mit der weisen Fehlermeldung, der Prozessor sei keine vollständige mobile CPU, womit er ja Recht hat, und verweigert die Spannungsänderung.
Das Booten mit einem anderen Multiplier als 10.5 funktioniert auch nicht – der Rechner bleibt während des Bootens stehen. Nach einem Neustart landet man wieder im Bios…

Fazit

Wem sein Athlon zu viel Hitze macht bzw. der CPU-Lüfter zu laut ist, keine zwei linken Hände hat und sich traut ggfs. 80 EUR in den Sand zu setzen, der kann ohne viel Aufwand (das ganze geht in einer guten halben Stunde (plus die Zeit zum Testen) über die Bühne. Das Risiko ist erfreulich gering (zu viel Silberleitlack kann mit Verdünnung wieder entfernt werden, weitere mechanische Einwirkungen gibt es nicht) und das Ergebniss sehr wirkungsvoll.

Man sollte jedoch vor einer solchen Aktion eine ausführliche Recherche betreiben – verschiedene Erfahrungsberichte weisen auf potentielle Gefahren die Spannungsversorgung betreffend hin.

Ich arbeite nun sozusagen am Langzeittest – in einer erfreulich leisen Umgebung :)

Links

http://fab51.com/cpu/barton/athlon-e24.html
http://www.tomshardware.de/cpu/20040903/athlon-underclocking-24.html (auf diese Seite bin ich gestossen)
http://www.forum-inside.de/cgi-bin/forum/topic.cgi?forum=1&topic=9274
http://www.cpuheat.wz.cz/html/AXP_multiplier/AXP_Multiplier.htm

Tools

CrystalCPUID – Zeigt Informationen und nutzt Cool’n'Quit zur dynamischen Geschwindigkeitsregulierung

CPU-Z – Zeigt Informationen zu CPU und Speicher

CBid “Central Brain Identifier” - Zeigt Informationen und kann Speichertimings ändern

WCPUID – Zeigt Informationen

Bastelprojekte